Wenn ein Mensch, den Sie lieben, psychisch erkrankt ist
Vielleicht ist es Ihr Partner, Ihre Mutter, Ihr erwachsenes Kind oder ein enger Freund. Ein Mensch, der Ihnen nahesteht, ist psychisch erkrankt – und als Angehörige oder Angehöriger hat sich mit ihm auch Ihr Leben verändert.
Sie sorgen sich. Sie organisieren, halten aus, fangen auf. Nach außen funktionieren Sie, doch innerlich sind Sie erschöpft. Und vielleicht kennen Sie auch diese leisen, schweren Gedanken: Habe ich etwas übersehen? Hätte ich früher etwas merken müssen? Darf ich überhaupt an mich denken, wenn es dem anderen so schlecht geht?
Was viele Angehörige nicht wissen: Diese Gefühle sind weit verbreitet – und Sie müssen sie nicht mit sich allein ausmachen.
Vielleicht erkennen Sie sich hier wieder
Ihr Partner oder ein Familienmitglied befindet sich in psychiatrischer oder psychosomatischer Behandlung – ambulant, in einer Tagesklinik oder stationär – und Sie tragen zu Hause alles Weitere.
Ein Elternteil ist im Alter psychisch erkrankt, etwa an einer Depression, und Sie begleiten ihn neben Beruf und eigener Familie.
Sie schwanken zwischen Mitgefühl und Ärger, zwischen Nähe und dem Wunsch nach Abstand – und schämen sich für diese Zwiespältigkeit.
Schuldgefühle begleiten Sie: wenn Sie sich abgrenzen, wenn Sie eigene Pläne verfolgen, manchmal sogar, wenn es Ihnen selbst gut geht.
Freunde und Kollegen sagen gut gemeinte Sätze wie “Du musst auch mal an dich denken” – aber wie das gehen soll, sagt Ihnen niemand.
Oder es ist eine schwere körperliche Erkrankung, die Ihr gemeinsames Leben verändert hat – auch dann gelten viele dieser Gedanken und Gefühle genauso.
Auch Angehörige brauchen einen Raum für sich
In der Behandlung erkrankter Menschen steht – zu Recht – der erkrankte Mensch im Mittelpunkt. Die Angehörigen bleiben dabei oft unsichtbar, obwohl sie Enormes leisten.
In meiner Praxis in Flensburg biete ich Ihnen genau das, was im Alltag fehlt: einen geschützten Raum, in dem es einmal nur um Sie geht. Hier dürfen alle Gefühle da sein – auch die widersprüchlichen, auch die, über die man sonst nicht spricht. Gemeinsam können wir daran arbeiten, Ihre Erschöpfung ernst zu nehmen, Schuldgefühle zu verstehen und zu hinterfragen, gesunde Grenzen zu finden – aus Fürsorge für den anderen und für sich selbst – und einen Umgang mit der Situation zu entwickeln, der Sie langfristig trägt.
Als Heilpraktikerin für Psychotherapie (nach dem Heilpraktikergesetz) begleite und unterstütze ich Sie dabei ruhig und in Ihrem Tempo – und ohne Wartezeit von vielen Monaten.
Was diese Begleitung ist – und was sie nicht ist
Mein Angebot richtet sich an Sie als Angehörige oder Angehörigen. Es ersetzt nicht die ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung des erkrankten Menschen und greift nicht in diese ein. Befindet sich Ihr Angehöriger in Behandlung, ist das gut so – mein Raum ist der Ihre.
Und sollte sich im Laufe unserer Gespräche zeigen, dass bei Ihnen selbst eine Erkrankung vorliegt, die ärztlich abgeklärt oder behandelt werden sollte, spreche ich das offen mit ihnen an und unterstütze Sie dabei, die passende Hilfe zu finden. In akuten Krisensituationen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder im Notfall an die 112.
So können wir beginnen
Der erste Schritt ist ein unverbindliches Kennenlerngespräch in meiner Praxis in der Fördestraße 72 in Flensburg. Dort können Sie in Ruhe erzählen, was Sie bewegt – und spüren, ob Sie sich bei mir gut aufgehoben fühlen. Termine sind in der Regel zeitnah möglich. Die Kosten tragen Sie als Selbstzahlerin oder Selbstzahler; dafür entscheiden allein Sie über Beginn, Umfang und Inhalte – ohne Anträge, ohne Diagnose in Ihrer Krankenakte.